Bildung 2011: Erfolgreiches Lernen kann man lernen

Lernen wie man lernt
© S. Hofschlaeger / PIXELIO
Lernen wie man lernt. Mit “Mind maps” (= Gedankenkarten) zu arbeiten ist ein Lerntipp des Lernexperten Prof. Martin Korte.

Es gibt Wege, die das Lernen auf längere Sicht erleichtern. In enger Anlehnung an die Ausführungen des Lernexperten  Prof. Martin Korte von der TU Braunschweig und Albrecht Kresse, Lerntrainer aus Berlin [Kölner Stadtanzeiger, “Tipps für erfolgreiches Lernen”, 06.01.11] stellen wir fest:

Regelmäßig lernen bedeutet weniger Streß

Die hohe Kunst des Lernens ist es, sich selbst zu motivieren und Sinn darin finden; denn lernen kann jeder - also

Lernziele festlegen!

Es ist wie bei einem Hobby - dort lernt man in kurzer Zeit ziemlich viel Neues, weil es Spaß macht. Wichtige Frage ist also: Wie kriege ich es hin, daß es mir Spaß macht? “Ich möchte bei Twitter die ausländischen Nachrichten besser lesen können, deshalb lerne ich englische Vokabeln” oder “Im Alltag verstehe ich meine Telefonrechnung oder Diskussionen über Steuererhöhung besser,  wenn ich den Dreisatz kann”. Wer für sich Lernziele festlegt, hat eine größere Chance sie zu erreichen, als wenn er dies nicht tut.

Wie lernt man am besten?

Effektives Lernen z.B. im Eiscafé bei leiser Musik mit Freunden oder allein
© Rainer Sturm / PIXELIO Effektives Lernen z.B. im Eiscafé bei leiser Musik mit Freunden oder allein. Finde heraus wo und unter welchen Umständen Du am liebsten lernst und Du wirst deine Effektivität steigern können und ein Maximum an Spaß am Lernen haben!

Gut ist es, für sich persönlich herauszufinden, wie man am besten lernt. Mit Freunden? Im Café? Bei leiser Musik? In aller Ruhe in einer Bibliothek oder gemütlich zuhause.  Wichtig ist es, sich am Ort des Lernens wohl zu fühlen, nichts Schlechtes damit zu verbinden.

Kontinuierlich lernen - das ist am zeitsparendsten und effektivsten.  Ca.  3o - 45 Minuten für ein Fach, damit wird das Gelernte meist vor der Prüfung wiederholt und verinnerlicht.

Stundenprotokolle erstellen!

Dazu werden der Verlauf und die Ergebnisse des Unterrichts kurz zusammengefaßt. So hat man das Wichtigste übersichtlich aufgeschrieben.

Warum ist das Einkaufszettelschreiben sinnvoll, auch wenn dieser dann zuhause liegen bleibt?

Leichtes Lernen: Aufschreiben und einprägen!
© Schemmi / PIXELIO

Das einmal Geschriebene prägt sich ein. Selbst Spickzettel erstellen ist sinnvoll - allerdings nicht zum Tricksen in der Prüfung! Der Effekt ist: Wer einen Spickzettel schreibt, verdichtet den Stoff und kann sich bei der Prüfung dann bestens an die Inhalte erinnern.

Auch “Mind maps” (= Gedankenkarten) sind ein guter Tipp: In die Mitte des Blattes wird die zentrale Aussage eines Themas (z.B. “Die Ursache eines Krieges”) notiert, dann sternförmig und in Stichpunkten, welche Ereignisse und Inhalte damit zusammenhängen. Damit ist eine gute Übersicht über die wichtigsten Aspekte festgelegt und im Gedächtnis gespeichert.

Angst vor mündlichen Prüfungen

Besonders großen Respekt haben die Schüler oft vor mündlichen Prüfungen, denn die kommen während der Schulzeit nicht so oft vor. Die Idee ist, Prüfungen vorher zu simulieren, sich in Lerngruppen gegenseitig zu prüfen. Mit dem Spaß, in der Gruppe zu lernen, wird die Angst gemildert und die Prüfung verliert oft ihren Schrecken.

Die Visualisierung  der Prüfung vor dem inneren Auge ist eine weitere Option. Schon mal vorher in den Raum gehen, in dem die Prüfung stattfinden wird und sich vorstellen, wie sie gut verläuft. Das gibt ein gutes Gefühl.

Eigenstabilisierung im Schlaf

Bildung 2011: Lernen im Schlaf?
© Bodo Schmitt / PIXELIO

Wichtig ist vor allen Dingen, sich selbst zu stabilisieren, d.h., zwischendurch abschalten, sich etwas Schönes vorstellen und vor der Prüfung genügend und erholsamen Schlaf zu haben! (siehe hierzu unseren Block-Beitrag  vom Oktober 2010 Bildung: “Lernen im Schlaf - keine Utopie”).

[Quelle/Daten oben: Kölner Stadtanzeiger, “Tipps für erfolgreiches Lernen”, 06.01.11]

Lernen schon im Kleinkindalter

All diese Dinge des bisherigen Textes sind durchaus nicht von der Hand zu weisen. Man sollte jedoch dabei nicht vergessen, daß unserer Meinung nach das sogenannte “Lernen” eigentlich schon im Elternhaus beginnt. Der “Spaß am Lernen” kann nur beim Kind Fuß fassen, wenn die Eltern mit viel Liebe und Verständnis mit dem Kind umgehen. Es bringt beispielsweise überhaupt nichts, das Kind immer wieder zum Erlernen eines Instruments zu drängen, wenn es vielleicht viel lieber Fußball spielen möchte.

Lernen durch Positive Verstärkung

…und nach der Schule Nachhilfe
© S. Hofschlaeger / PIXELIO

Das gilt auch z.B. auch bei der Zeugnisvergabe. Hat das Kind gute Noten, sollten die Eltern eventuell als Lob ein Lied für das Kind singen. Die Belohnung mit Geld geht nämlich nicht zwingend einher mit Zuwendung, die eine positive Verstärkung darstellen würde. Sind die Noten weniger gut, helfen mit Sicherheit Trost und liebe Worte.

Erziehung zur Selbständigkeit

Auch eine Erziehung zur Selbständigkeit, die schon früh beginnen kann, trägt womöglich dazu bei, Freude am Lernen zu haben; denn wenn ich Vieles alleine kann, kann ich auch besser lernen für das, was ich noch erreichen möchte. Der Ehrgeiz wird dadurch geweckt.

Ohne Angst lernt es sich leichter

Klassenreisen
© S. Hofschlaeger / PIXELIO

Auch wenn irgendwann die erste Klassenfahrt ansteht, wird ein Kind, das schon relativ selbständig ist, weniger Schwierigkeiten haben und mehr Neugier für die Gruppe und die ungewohnte Umgebung entwickeln. Lesen Sie hierzu unseren Blog-Beitrag “Die erste Klassenfahrt - ein mit Angst und Freude gleichermaßen belegtes Thema”

Die Angst vor Neuem (damit ist nicht die positive Angst im Sinne von Vorsicht gemeint) blockiert die geistige und emotionale Lernbereitschaft. Deshalb ist eine Erziehung mit erheblichem Druck, der ausgeübt wird, nicht empfehlenswert. Hier verweisen wir auf unseren Beitrag “Bildung 2011: Entspannt, optimal und erfolgreich lernen” .

“Ihr Kind träumt vor sich hin” - ist das ein Warnsignal?

Gelerntes verarbeiten
© Korkey / PIXELIO

Wir alle kennen das vielleicht, manchmal schauen Kinder träumend durch die Gegend. Das sind nicht etwa “Träumer” die nicht denken, sondern im Gegenteil, sie brauchen eine gewisse Zeit, um das Gelernte zu verarbeiten um im Gehirn zu festigen, wie man heute weiß. Man sollte dieses nicht als “Nichtzuhören” abtun - es ist wichtiger Teil des Lernprozesses.

Mehr zu diesem Thema können Sie u.a. unter “Bildung 2011: Entspannt, optimal und erfolgreich lernen”  erfahren.

Lernen und Bildung ist heute ein ganz wichtiges Thema, nur muß es auch sinnvoll und human angegangen werden.

_______________________________________________________

Kommentar von Aurelia eV dem Bildungsverein für soziale und  kulturelle Bildung. Aurelia eV|Home|Service-Anfrage Klassenfahrten|
www.aureliaev.de Telefon: 0228-92983733 (mo-fr 10-15 Uhr)

Wir freuen uns, wenn Sie diese Seite twittern:
“Bildung 2011: Erfolgreiches Lernen kann man lernen”
_______________________________________________________

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.