Eine Rom-Reise - Nachlese
Italien - endlich in der Ewigen Stadt!
Mein Rom-Urlaub neigt sich dem Ende zu. Einige Tage habe ich mich von der einmaligen Schönheit von Rom, ihrer Kunst und ihrer Geschichte von Jahrtausenden bezaubern lassen. Aber nun wollte ich die vielen Kuppeln, Türme und Ruinen und das ganze quirlige Leben der Stadt von oben betrachten.
Bild: Italien - Rom von oben - und mitten durch die umtriebige Stadt fließt gemächlich der Tiber. © Robert Babiak / PIXELIO
Ich habe mir sagen lassen, daß es keine schönere Aussicht auf ganz Rom gibt, als vom Gianicolo - einem der sieben Hügel der Ewigen Stadt - auch Janushügel genannt. Janus, eine urrömische Gottheit - Gott aller Götter mit den zwei Gesichtern - das der Vergangenheit und das der Zukunft.
Zur frühen, sonnigen Morgenstunde machte ich mich auf den Weg in Richtung Tiber. Von dort kann man den Gianicolo auch zu Fuß ersteigen. Zunächst führt eine Treppe steil bergan, zwischen Pinien und Steineichen, auf teils verwirrenden Pfaden, über Steine und Mauerreste, aber er führte mich zum Ziel.
Bild: Eine der 29 Brücken Roms über den Tiber. Rom kam mit dem Thema Wasser zu Ruhm und Ehren. Die Etrusker erfanden unterirdische Wassergänge und in Rom vervollkommnete man diese zu einem ausgeklügelten Kanalisations- und Abwassersystem. Die berühmteste römische Kanalisation ist die Cloaca Maxima. © Jerzy Sawluk / PIXELIO
Auf dem grünen Janushügel angekommen, genießt man im Umkreis von 50 km ein unvergleichliches Panorama der Ewigen Stadt, man sieht bis zu den Bergen des Apennin. Wunderbare Parkanlagen und schattige Alleen bieten dem müden Wanderer Ruhe und Erholung und diesen einmaligen Blick auf das jahrtausende alte Rom.
Der italienische Dichter Torquato Tasso hat hier oben auf dem Gianicolo 1595 seine letzte Ruhestätte gefunden. Und so führen römische Spaziergänge auch in die deutsche Literatur und Kunst. Denn einige Jahrhundert später ist auch Goethe über den Janushügel spaziert und hat vielleicht im Schatten der mächtigen alten Bäume und Palmen über Natur und Kultur, über Freiheit und Recht sinniert, umgesetzt in sein kritisches Drama “Torquato Tasso”.
Bild: Vatikanische Gärten / Rom. Beim nächsten Rom-Besuch werde ich mir viel Zeit für die Vatikanischen Gärten nehmen. © Anne Honisch / PIXELIO
Und nun gehts wieder bergab vom 82 m hohen Gianicolo - es war einfach wunderschön dort oben - beim Abstieg bietet sich immer wieder ein malerischer Ausblick über die Ewige Stadt und weit hinaus in die Campagna.
Der Tag klingt aus mit einem Glas Wein auf der Piazza Navona. Leise plätschert der “Vier-Ströme-Brunnen” von Bernini mit den Personifikationen von Nil, Ganges, Donau und Rio del la Plata, in der Mitte ein Obelisk aus dem ersten Jahrhundert n.Ch. -einfach grandios!
Arrivederci Roma - ich komme wieder, denn ich habe ja eine Münze in den Trevi-Brunnen geworfen…..
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